Schröpftherapie

Das Schröpfen ist eine Methode der Traditionellen Chinesischen Medizin und der westlichen Naturheilkunde. In Griechenland galt der Schröpfkopf als Emblem des Arztes. Hippokrates (400 v. Chr.) gab detaillierte Anweisungen zum Gebrauch der Methode. Dabei wird durch eine auf die Haut aufgesetzte Glocke aus Glas oder Gummi durch Unterdruck ein Reiz gesetzt.  Paracelsus beschrieb die Schröpfkopfbehandlung folgendermaßen:

"Wo die Natur einen Schmerz erzeugt hat, da hat sie schädliche Stoffe angehäuft. Ist die Natur nicht imstande, diese selbst auszuleeren, so muss der Arzt an dieser Stelle eine künstliche Öffnung machen, um ihr zu Hilfe zu eilen".

Heute wird die physiologische Wirkung über die Reflexzonen und einem vertikal und horizontal vernetzten biologischen Regelkreissystem zugeordnet. Dabei wird ein Anstoß zur Selbstregulation über ein Modell von segmentierten kybernetischen Kommunikationssystemen gesetzt. Rein physiologisch sind eine lokale Mehrdurchblutung, neurophysiologische Reflexe und eine vegetative Funktionsanregung nachgewiesen. In China wird im Rahmen der Traditionellen Chinesischen Medizin Schröpfen zur Ausleitung von exogenen pathologischen Faktoren wie Hitze, Wind, Feuchtigkeit und Kälte ebenfalls angewandt.