Akupunktur

Die ideellen Grundlagen wurzeln in der alten Philosophie des Taoismus, denn alles Leben ist durchdrungen von der lebensspendenden Energie des Chi. Ein Teil dieses Glaubens besagt, dass alle unsere Erfahrungen genaue Gegensätze besitzen. Diese Gegensätze werden als Yin und Yang bezeichnet. Sie vermischen und ergänzen sich gegenseitig durch das ganze Leben hindurch und erzeugen so ein Gleichgewicht. Wenn sich die Kräfte im Gleichgewicht befinden, erfreut sich der Mensch guter Gesundheit. Sobald sie aber aus dem Gleichgewicht geraten, können Krankheiten auftreten.
Die Akupunktur ist eine Reflextherapie, die über die in den verschiedenen "Meridianen" (Leitbahnen) fließende Energie der Organe und Funktionskreise umgeleitet, gestärkt und beruhigt wird. Auf den Meridianen liegen 361 Akupunkturpunkte, die als Projektionszonen bzw. Reflexgebiete angesehen werden. Nach der individuellen Punktauswahl nach geregelten Punktauswahlstrategien sowie Erfahrungswerten, wird dann gezielt durch Nadelstichtechniken + Stimulationsmechanismen Einfluss auf die Regulationsvorgänge ausgeübt. Ziel der Akupunktur ist eine Harmonisierung der Systemstörung und darüber das Verschwinden der typischen zugeordneten Beschwerden.
Es gibt mehrere Formen der Akupunktur, wobei die Körper- und Ohrakupunktur die bekanntesten sind. Man kann einzelne Punkte durch Einstechen der Nadeln, durch Wärme und durch Druck reizen. Als Sonderform wird das Dry Needling auch in der Triggerpunkttherapieeingesetzt.