Wie kann die richtige Diagnose gestellt werden?

Zuerst muss gemeinsam herausgefunden werden, ob die Beschwerden von den Zähnen oder dem Bewegungsapparat hervorgerufen werden. An erster Stelle steht deshalb eine zahnärztliche Untersuchung des vollständigen Kausystems, um eventuelle Schmerz- oder Infektionsherde ausfindig zu machen. Meist wird dabei auch eine Röntgenuntersuchung durchgeführt. Danach wird eine genaue manualtherapeutische Untersuchung der gesamten Nackenregion und speziell des Kiefergelenkes durchgeführt. Auch eventuelle Kompensationsketten des gesamten Körpers finden Beachtung.

Welche Behandlungsmethoden gibt es?

Die richtige Behandlung hängt von der Ursache der Beschwerden ab. Liegt das Problem im zahnärztlichen Bereich, so wird der Zahnarzt beispielsweise eine sogenannte Aufbissschiene (Knirscherschiene) empfehlen. Diese Schiene aus Kunststoff schützt die Zähne vor der übermäßigen Belastung, die beispielsweise durch das Zähneknirschen entsteht. Liegen die Beschwerden mehr im manualtherapeutischen Bereich, so wird individuell auf Ihre Störung eingegangen und mit Techniken aus Osteopathie, Manuelle Therapie und Nervenmobilisation behandelt. Ergänzend sind physiotherapeutische Maßnahmen angezeigt. Ziel ist es, bestimmte Fehlhaltungen auszugleichen und die Muskulatur zu stabilisieren. Haben die Beschwerden hauptsächlich psychischer Ursache, so ist es wichtig, den Patienten zu einer Verhaltensänderung anzuleiten und Wahrnehmungs- und Entspannungsübungen wie zum Beispiel Feldenkrais durchzuführen. 

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